Lagen

Das Weingut Meine Freiheit ist aus einer Idee entstanden, eigene Weine auf eigenem Boden nach eigenen Ideen zu produzieren. Es gab keinen Bestand und keine Tradition, auf die aufgebaut werden konnte, die Freiheit, neue Wege zu gehen was Rebsorten, Rebanlagen und Philosophie angeht, war und ist eine Säule des Betriebes. Und so haben wir seit 2010 von rund 40 Familien im Rheingau, meist Nebenerwerbswinzern oder Erben einen bunten Stocke an Flächen erworben. Wir danken all diesen damaligen Eigentümern für die Möglichkeit, unseren Traum vom Weingut Meine Freiheit verwirklichen zu können.

Rheingau

So entstand ein Flickenteppich mit mehr als 60 Parzellen in verschiedensten Lagen. Unsere Heimat ist dabei Hallgarten, ein Ortseil von Oestrich-Winkel, etwas abseits als Höhenort auf 199 m ü. NN gelegen mit herrlichem Blick ins Rheintal, fern der verkehrsreichen Hauptverkehrsader des Rheingaus, der B 42 sowie der Bahnlinie und damit ein Ort der Ruhe und Gelassenheit. Das zeichnet die rund 2000 Einwohner von Hallgarten aus, sie gehen ihren Weg und sind stolz, Hallgartener zu sein. Weitere Informationen zu Hallgarten finden Sie HIER. Von Hallgarten ausgehend wurden die Flächen ergänzt um tiefer liegende Lagen in Oestrich (Doosberg) und Mittelheim. Um die Diva der Trauben, den Spätburgunder anbauen zu können, haben wir in Assmannshausen in der weltberühmten Lage Assmannshäuser Höllenberg Flächen erworben und bauen der Rheinschleife nordwärts folgend in Lorch noch Weintrauben der Sorten Roter Riesling, Gelber Orleans und Gewürztraminer an. Alle Rebanlagen in Steillagen sind mechanisch nur mit speziellen Geräten (Raupe) zu bewirtschaften. Aus Liebe zum Produkt und dem Wissen, das Menschenhände gefühlvoller im Weinberg Arbeiten verrichten als Maschinen, haben wir uns der Handarbeit verschrieben. Arbeiten, die wir mit unserem Team gerne im Wechsel der Jahreszeiten durchführen. Denn geht es den Reben gut, geht es auch dem Mensch gut und das Produkt Wein kann seine volle Wirkung entfalten.

Sie haben Lust auf eine Tour durch die Weinberge in der gepflegten Kulturlandschaft des Rheingaus? Dann scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren, gerne vereinbaren wir eine Führung zu den Flächen mit Trauben- und Weinprobe, um den Unterschied zu schmecken und die Landschaft zu erleben.

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Der größte Teil unserer Rebflächen steht auf Lössboden, der die Charakteristik unserer Weine prägt:  kräftig, fruchtig, aromatisch mit großer Fülle!

Löss
z.B. Hallgarten

Meist liegt das helle, feinkörnige Sediment vor unserem Blick verborgen im Untergrund. Löss besteht vorwiegend aus Quarz, Feldspäte, Glimmer, verschiedene Tonminerale und vor allem Kalk. Eisenoxide färben den Löss gelblich-braun. Die Rebe erhält in den nach Süden exponierten Lagen eine hohe Sonnenstrahlung. Das lockere Substrat macht es der Rebe leicht, Wurzeln in die Tiefe zu treiben, um Wasser und Nährstoffe zu erschließen. Der ungemein fruchtbare Lössboden versorgt die Rebe mit allem Notwendigen im Übermaß. So wundert es nicht, wenn sich die verschwenderische Fülle unmittelbar im Wein widerspiegelt: Er kommt als ein kraftvoller, reicher, reifer Wein daher, der von allem viel zu geben hat. Er besticht durch eine Harmonie von ausgeprägter Aromatik und Fülle, wirkt ungemein saftig mit einer großen Bandbreite verschiedenster Fruchtaromen. Es dominieren Noten von Pfirsich und tropischen Früchten. Charakteristischerweise findet sich in Lössweinen eine feine Herbe. Ausgewogen ist das komplexe Spiel von Süße mit balancierter Säure, reichem Körper und einer angenehmen Weichheit. Auf diesen Böden bauen wir die Trauben an, aus denen später die Weine unserer Marken „Papa“, ein trockener Riesling, der feinherbe Riesling und unser Sekt entsteht.
(Quelle: »www.terroir-hessen.de« )

lage

Quarzit und Schiefer
z.B. Lorch und Assmanshäuser Höllenberg

Quarzit und Schieferzersatz – dieser Boden ist eine besondere Variante des Quarzit-Terroirs. Zwischen den Schichten des Taunusquarzits treten häufig Einlagerungen von Tonschiefern auf.  Die Tonschiefer verwitterten unter dem feuchtwarmen Klima des Tertiärs zu einer rötlichen, sehr tonigen Feinerde. Quarzitblöcke und tonige Verwitterungsreste bilden an diesem Standort den Untergrund. Der grau-braune Oberboden enthält Lösslehm.  Der geringmächtige, sehr steinhaltige Boden kann nur wenig Wasser speichern. Zudem ist das dichte, tonige Substrat nur schwer durchwurzelbar. Die Rebe ist an diesem Standort stark gefordert. Er ist sehr gut erwärmbar, denn die Einstrahlung am Hang ist hoch und die geringen Wasservorräte schnell aufgebraucht. Die Rebe reagiert, indem sie Zahl und Größe der Beeren verringert. Bei geringem Ertragsniveau werden an diesem Standort aromastoffreiche Trauben produziert. Auf diesen Böden in den bekannten Steillagen von Lorch und Assmannshausen in der weltberühmten Lage „Assmannhäuser Höllenberg“ bauen wir die Trauben an, aus denen nach einer intensiven Handlese später der Spätburgunder „Assmannshäuser Höllenberg“ entsteht.
(Quelle: »www.terroir-hessen.de« )

Serizitgneis
z.B. Hallgarten

Serizitgneis ist ausschließlich in den Höhenlagen des Rheingaus verbreitet. Aufgrund erhöhter Niederschläge und der kühleren Temperaturen sind dieses Standorte recht frisch. Bei Hallgarten tritt ein hellgrünlich-graues, feinschiefrig bis plattiges Gestein an die Oberfläche. Es sind Reste uralter Vulkane. Zwar ist der Untergrund recht dicht, dennoch reichen Wurzeln bis in das saure Verwitterungsmaterial des Serizitgneis, das reichlich Eisen und Mangan, aber nur wenig Mineralstoffe enthält. Die Reifemöglichkeiten des Standortes sind gut, wenn die Nährstoffversorgung unterstützt wird. Auf diesen Böden bauen wir die Trauben an, aus denen später die Weine unserer Marken „Mama“, ein fruchtsüsser Riesling und unser Lieblingswein, der Rote Riesling entsteht.
(Quelle: »www.terroir-hessen.de« )

 

Nahe

Das Weinanbaugebiet Nahe erstreckt sich von der Flussmündung der Nahe bis kurz vor Kirn und über die Nebentäler von Guldenbach, Gräfenbach, Glan und Alsenz. Geschützt durch den Hunsrück im Nordwesten und dem Taunus nach Norden liegen die Weinberge der sechs Großlagen überwiegend in südlicher Ausrichtung. Die warmen Sommer und milden Winter tragen zur optimalen Reife der Trauben bei. Weinbau wird hier schon seit der Römerzeit betrieben.

Seit 1971 ist die Nahe eines der 13 deutschen Qualitätsanbaugebiete. Hauptsächlich wird hier Riesling, Müller-Thurgau und Dornfelder auf ca. 4 000 ha angebaut. Mit ihren über 180 Gesteinsformationen weißt die Nahe eine Vielfalt an Böden, wie sonst kein anderes deutsches Anbaugebiet, auf. Quarz- und Schieferböden, Porphyr, Metaphyr und Bundsanstein bis Verwitterungsgestein aus Löss und Lehm sind zu finden.

Es gibt wohl keinen der durch das Winzerdorf Gutenberg fährt dem die 1213 erstmalig erwähnte Burg Gutenburg nicht auffällt. In einem romantischen Nebental der Nahe durch das der Gräfenbach fließt, liegt diese bereits im 13. Jahrhundert verlassene und im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Burgruine an deren Fuß die von uns so geliebten Früchte wachsen.

2015 bot sich uns die Möglichkeit diese südlich ausgerichteten zwei Hektar inklusive der Burgruine zu erstehen. Als eine der 22 Einzellagen innerhalb der Großlage Pfarrgarten, bringt die Burg Gutenburg mit ihren markant rötlich, sandig kiesige Lehmböden und einem bis zu 30jährigen Rebbestand dezente bis blumige Weine mit typischer Ausprägung hervor. Der nahe gelegene Soonwald schütz vor starken Niederschlägen und kalten Winden, sodass die Vegetationsperiode hier ein bis zwei Monate länger dauert als im Hunsrück.

Die Bewirtschaftung der Rebanlagen mit teilweise bis zu 50° Neigung wird ausschließlich von Hand durchgeführt. Mit einer gezielten Ertragsbeschränkung und einer naturnahen Pflege sollen die bis zu 30 Jahre alten Reben in ihrer Produktion von erstklassiger Qualität unterstütz werden. Bei der Pflanzung von Junganlagen legen wir auf zeitgemäße und umweltverträgliche Rebenerziehung wert. Durch die Einsaht verschiedener Wildkräuter, Blumen und Gräser bieten unsere Weinberger einen Lebensraum für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge aber auch den so wichtigen Gegenspielern manches Rebschädlings. So können wir den Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln auf ein Minimum reduzieren. Das so von Hand gewonnene Lesegut zeichnet sich durch höhere Extraktgehalte und Fruchtaromen aus.